Spiel- und Sportverein Höheinöd - Vereinsheim in der Sägmühle - Telefon: 06333-2067

Neu3

halle

Fußball: Investor will SSV Höheinöd beim Umbau unter die Arme greifen – 60 000 Euro Projektkosten

Seit einigen Jahren wird die Turnhalle des SSV Höheinöd nur noch sporadisch genutzt. Abhilfe könnte der Umbau zu einer Indoor-Soccer-Halle bringen, den ein Investor bezahlen würde. (Foto: Stephanie Schwarz)

„Der Bericht in der Pirmasenser Zeitung hat eine kleine Lawine ausgelöst. Ich hatte in dieser Woche eine Menge an Anfragen zu unserem Projekt“, freut sich Michael Müller. Mit „unserem Projekt“ meint der Trainer des in der B-Klasse West spielenden SSV Höheinöd die Indoor-Soccerhalle, die aus der vereinseigenen Turnhalle entstehen soll. Nach dem Aus von Benny’s Soccer World in Pirmasens (wir berichteten) soll das neue Projekt in Höheinöd die entstandene Lücke in diesem Bereich wieder mit Leben füllen.

„Noch laufen die Verhandlungen, eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen“, erklärt Michael Müller. Er kümmert sich in Abstimmung mit den Vereins-Vorsitzenden um die Planung und ist guter Dinge, dass das Vorhaben in die Realität umgesetzt werden kann – zumal die neue Konstellation für den SSV Höheinöd ausschließlich Chancen bietet.
Denn zum Umbau hat der Verein einen Investor aus Frankfurt an der Hand. Dieser würde die etwa 60 000 Euro teure Umrüstung der Halle, die ausschließlich zum Training der SSV-Fußballmannschaft genutzt wird, komplett übernehmen. Die Summe beinhaltet die Verlegung eines Kunstrasenfeldes, die Montage einer Rundumbande und von Fangnetzen.
Die weitere Vorgehensweise soll so aussehen: Der SSV Höheinöd vermietet die Sportfläche an den Investor, der wiederum Einnahmen durch den Trainings- und Spielbetrieb unter dem Dach erzielt. Die größte Nachfrage dürfte ab Herbst und in den Wintermonaten bis zum Frühjahr liegen. „In den nicht so stark frequentierten Monaten können Jugend- und Aktiventurniere für zusätzliche Auslastung sorgen“, ist Michael Müller überzeugt.
Im nächsten Schritt würde der in den letzten Jahren rückläufige Sportheimbetrieb belebt. Im Idealfall glaubt der 47-Jährige sogar daran, dass durch das neue Angebot ein neuer Pächter für die Wirtschaft gefunden werden kann. Für die Lage in Höheinöd spricht die geplante Auf- und Abfahrt an der A 62, die den Ort aus Richtung Pirmasens, Zweibrücken und Kaiserslautern schnell mit dem Auto erreichbar macht. Ein vergleichbares Angebot gibt in der Südwestpfalz nicht. „Fast alle Fußball-Vereine suchen händeringend nach Alternativen, die es im größeren Umkreis in Neunkirchen und Kaiserslautern gibt“, berichtet Müller. Der Vorteil des SSV-Projektes wäre die verhältnismäßig große Spielfeldfläche auf etwa 400 Quadratmetern. Auch Duschen und mehrere Umkleidekabinen stehen in dem Gebäude zur Verfügung, das seit einem Streit mit dem TV Höheinöd und dem Bau der Hans-Broschey-Halle im Ortszentrum seine Bestimmung verloren hat.
Den Namen des Investors aus Frankfurt will Michael Müller momentan noch nicht preis geben. Es handele sich um einen Pirmasenser der in der Fitnessbranche stark vertreten ist und in seiner Heimatregion etwas tun wolle. Sollten sich beide Seiten einig werden, sei bis zum Herbst mit der Umsetzung der Pläne zu rechnen. Vorausgesetzt die weiteren Gespräche, die in zwei Wochen in die nächste Runde gehen werden, laufen weiterhin so gut wie bisher. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Sache mit so einem Tempo voranschreitet“, erzählt der Automobilverkäufer.
Ein Risiko für den Verein gibt es nicht: Sollte sich nach einer gewissen Zeit nicht der erwartete Erfolg einstellen, ist der komplette Rückbau möglich. „Der Spielbelag kann an anderer Stelle wiederverwendet werden“, weiß Müller.
Sportlich muss der SSV Höheinöd am Sonntag zum ersten Spiel in diesem Jahr in der B-Klasse West beim TV Althornbach ran. Dabei setzt der Übungsleiter auf die vier Winterneuzugänge: Manuel Steinbach (SV Donsieders), Luca-David Müller (SV Bottenbach), Jonas Lehmann (SG Waldfischbach) und Marius Metzger (SV Hermersberg/A-Junioren). Damit steigt der SSV-Kader auf 24 Spieler an. „Ziel ist es, die Aufbruchstimmung innerhalb unserer Fußballmannschaft auf den gesamten Verein zu übertragen“, sagt Michael Müller. Gegen den TV Althornbach konnte seine Mannschaft im Hinspiel als Gewinner vom Platz gehen. Dennoch warnt der Übungsleiter: „Der TVA ist eines der spielstärksten Teams der Klasse und kann nicht nach dem aktuellen Tabellenstand bewertet werden.“ (est)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden!